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Hattersheimer Stadtanzeiger, 17. März 2011:

Lust an der Umtriebigkeit
Ausstellung „restless“ mit Natalie Goller in der Galerie des Nassauer Hofs

HATTERSHEIM (idl) – Natalie Goller beschreibt sich selbst als ruhelos. Freilich nicht im Sinne von hektisch. Ruhelos sei sie, weil sie viel auf Reisen sei und überall nach Eindrücken sammelt, sie sie in ihre Kunstwerke einfließen lassen kann. Eine im positiven Wortsinn Getriebene, oder sagen wir besser Angetriebene, ist Natalie Goller, die bis zum 16. April, im Rahmen der städtischen Veranstaltungsreihe, KunstStationen`, urbane Ansichten unter dem Titel, restless` in der Galerie des Nassauer Hofs präsentiert.

Auch Bürgermeisterin Antje Köster interpretierte den Titel der Ausstellung nicht als eine „Form der Unruhe“, sondern „Lust an der Umtriebigkeit“. Bei der Eröffnung der Ausstellung am vergangenen Freitag bedankte sich Köster bei Natalie Goller dafür, dass sie in Hattersheim Station macht: „Mit einer gewissen Selbstverständlichkeit fügen sich Natalie Gollers Momentaufnahmen von anderen Orten der Welt in das historische Ambiente der Galerie ein. Das Zusammentreffen von Fremden und Heimischem und Modernem ergänzt sich dabei hervorragend“.

Neben Motiven aus Südamerika und Asien findet sich auch Bilder mit Hattersheimer Motiven in der Ausstellung. Beim Warten auf den Zug ließ sich die Künstlerin von den bunten Mosaiken in der Bahnhofsunterführung inspirieren uns zeigte in einer Mini-Serie Ansichten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Wen wundert’s, dass Goller an einem Ort von Ankunft und Reise, einem lebhaften, ,ruhelosen’ Ort auf faszinierende Eindrücke gestoßen war.

Eindrücke übrigens, die auf einen Entwurf des verstorbenen Hattersheimer Künstlers Gerhard Matzat zurückgehen. ,Ruhelosigkeit’ wird man auf den Bildern der Künstlerin freilich nicht finden. Gollers städtische Ansichten sind ausnahmslos der Architektur gewidmet. Wobei sie nicht das ;Große Ganze`, das Umfeld der Gebäude, Fassaden oder Räume interessiert. Es sind Detailansichten, Ausschnitte oder einzelne Strukturen. Ein Erker, ein Balkon oder auch eine Reklametafel. Die Bilder wirken dabei keineswegs statisch. Es sind Momentaufnahmen, die Goller einzufangen und bildlich zu konservieren versteht. Ein Lichtspiel, eine Reflektion ein Wolkenschatten. Augenblicke eben und damit weit mehr als bloße Abbildung der Realität.

Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Darüber hinaus können unter 0170/8143992 Führungen mit Natalie Goller zu anderen Zeitpunkten vereinbart werden. Die Ausstellung endet am 16. April mit einer Finissage und einem Vortrag zum Thema ,Veränderung und Beständigkeit im urbanen Raum`.

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